Mode im Zeitraum von 1920 - 1930

Geschrieben von iFranko. Veröffentlicht in Vintage

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Der erste Weltkrieg ist vorbei, weltweit herrscht Euphorie. Da die Mode alles reflektiert, was um uns passiert, so kam es auch bezüglich der neuen Freiheit zu bestimmten Änderungen in der Mode. Die Kleidertaille fiel bis zu den Hüften und es wurde nicht mehr die Körperlinie verfolgt. Neuer Trend war Einfachheit, Westen sind einfach, mit nur einigen Falten an den Schultern oder seitlichen Nahten. Am Beginn des neuen Jahrhunderts fielen die Röcke bis zu den Schenkeln, in nur drei Jahren stiegen sie bis zu bis dahin ungesehenen Höhen..


vintage-1920-1930-02Halsausschnitte waren meistens einfach rund oder in Form des Buchstaben "V". Ärmel waren lang und geradlinig oder in Glockenform. So manche Kleider haben Gürtel an den Hüften aber sie fallen auch weiter in gerader Linie. Unter den Materialen dominieren Chiffon, leichte Seide, sanfter Samt, leichte Wolle und sanfte Baumwolle. Kleider waren einfach geschnitten, mit Details an der Oberfläche. Details wie Stickerei, sanfte Flechte und Perlen für den Abend oder doch Manipulationen mit den Stoffen wie faltenreiches Maschinennähen oder Stärken. Auf den Tanzflächen waren durchsichtige oder halb-durchsichtige Kleider mit dazugehörigen Höschen sehr populär.

Den Zeitraum um das Jahr 1920 nennt man auch noch die "Flapper Ära" (über dieses Thema werde ich noch schreiben). Bis 1926 wurden die Röcke immer kurzer und kurzer und kamen bis zu den Knien. Niedrige Taille war auch weiter sehr populär aber Röcke und Westen waren immer komplexer dank den Nahten, Wolant und flatternden Materialen. Es erschienen dekorative Schals, kontrastreiche Stoffe und Schichten. Mit der Hand angebrachte Perlen, wofür viel Zeit und Geld notwendig war, waren sehr populär, vor Allem an Tanzkleidern.

vintage-1920-1930-03Rocklängen, die manche für unangemessen gehalten haben, wurden mit den Modekollektionen aus den Jahren 1928/1929 angenommen, während asymmetrische Ränder (Kleiderlänge am Vorderteil bis zu den Knien, am Hinterteil länger) mit ihrer Erscheinung lange Ränder im Zeitraum der  1930-er Jahre angekündigt haben. Die Taille kam langsam auf ihre natürliche Position.

Designer der 20-er Jahre waren: Patou, Molyneux, Chanel, Boue Souers, Louiseboulanger, Augustabernard und Vionnet.

Zagreb reagierte in den 20-er Jahren ebenfalls auf die Welttrends und war eine Stadt freier Frauen. Die Bewohnerinnen von Zagreb folgten in dieser Zeit die europäischen Trends in der Mode und im Lebensstil und akzeptierten die Frauenemanzipation.

In den „verrückten 20-er Jahren”, wie dieser Zeitraum oft genannt wurde  (Art Deco Zeitraum), kürzten die Frauen ihre Röcke, sie kürzten ihre Haare, begannen zu rauchen, oft auch Pfeifen, trugen Bubikopf Frisuren, mit dem Haareschneiden wiesen sie die alte Weltanschauung zurück und wurden zu Promotorinnen neuer Zeiten. Modesalons blühten auf.

 

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Viele Damen verzichteten auf elegante, teure Kleidung und zogen kurze, gerade geschnittene Kleider ohne Taille an, kürzten ihre Haare und trugen Männerjacken. Eine neue, mutige Frau war geboren, mit Aussehen sowie auch mit dem Verhalten. Das Phänomen “garçonne” kündigte Mobilität, Schnelligkeit und Funktionalität des neuen Lebensstils an, stellte aber gleichzeitig die Frau als die Hauptverbraucherin der neuen Zeit dar. Frauen trugen gerne Smoking und Männerschlafanzüge aus Seide, sie trugen sie zum Strand und zu Hause, die mutigen auch auf der Straße. Der Smoking wurde als die Sensation der neuen Mode im Jahr 1926 in der Zeitschrift Welt vorgestellt. In den 20-er Jahre begann auch die allgemeine Hollywoodiesierung und allgemeine Faszination mit der Frauenschönheit, was zur Popularisierung der Misswahlen geführt hat.